Montag, 30. Juni 2014

Menschlichkeit

Ich möchte, wenn ich Macht besitzen würde
der Ohnmacht meine Hilfe leihen,
um die beschwerte Seele von der Bürde
der Minderwertigkeiten zu befreien.

Ich würde,wenn mir Kraft gegeben
der Schwäche Selbstbewusstsein stärken,
sie würde sich ermannen und erheben
und nützlich sein in allen Werken.

Und wäre mir Gewalt genug beschieden,
ich würde wohl die Geister weise trennen,
damit die Gegensätze auch in Frieden
auf ihre Art und Weise leben können.

Ich wünschte mir die Seelegröße
um allen Menschen Seele einzuhauchen,
dass jeder Mensch die Kraft dazu besäße
die Liebe und die Güte zu gebrauchen,
damit die Menschheit alles Leid vergäße.

Manfred Diedrichs




Freitag, 27. Juni 2014

Erinnerungen

Schreib in den Sand, die dich betrüben,
vergiss sie und schlaf drüber ein,
denn was du in den Sand geschrieben,
das wird schon morgen nicht mehr sein.

Schreib in den Fels, was du erfahren
an Freude, Seligkeit und Glück,
denn dieser Fels nach langen Jahren
gibt dir die Inschrift noch zurück.

Schreib in dein Herz all deine Liebe,
von Nord und Süd, von Ost und West,
denn was du in dein Herz geschrieben,
das halt für alle Zeiten fest.

Betty Bo




Donnerstag, 26. Juni 2014

Verweht

In einem Dorf lebte eine Frau, deren böse Zunge durch üble Nachrede und falsche Gerüchte immer wieder Streit und Unfrieden über ihre Mitmenschen brachte.
Als eine Nachbarin sie zur Rede stellte, die sie mit einer besonders gemeinen Lüge verletzt hatte, sagte die Verleumderin: "Ich werde im Dorf bekannt machen, dass es nicht stimmt. Dann ist alles wieder gut."-

"Nicht alles", widersprach die Gekränkte, "etwas wird hängenbleiben. Es ist wie mit den Federn."-
"Mit was für Federn?"-
"Geh nach Hause, hol ein Kopfkissen, komm zu mir zurück und verstreue unterwegs alle Federn", sagte die Nachbarin.

Da die Frau ein schlechtes Gewissen hatte, kam sie diesem, ihr unverständlichen Befehl nach und war nach kurzer Zeit zurück.
"Und was nun?", fragte sie.-
"Jetzt sammelst du alle Federn wieder ein."-
"Das ist unmöglich! Ich streute sie wahllos aus. Der Wind hat sie längst verweht", wehrte sie sich.

Die Nachbarin sagte: "So ist es auch mit übler Nachrede und bösen Gerüchten. Nie können alle "Federn" wieder eingesammelt werden. Nie werden alle Worte vergessen. Etwas bleibt hängen."

Barbara Hug





Dienstag, 24. Juni 2014

Zum Nachdenken

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler
in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.
Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollte sie neben die Namen schreiben.

Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten.

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?" hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen" waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die
Listen wieder.

Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Sie hatte noch nie einen Soldaten in einem Sarg gesehen - er sah so stolz aus, so erwachsen. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt hatte, ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die letzte Ehre.

Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen zu ihr: "Waren Sie Mark's Mathe-Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."

Nach dem Begräbnis waren die meisten von Mark's früheren Schulfreunden versammelt. Mark's Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen."

Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.

"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben" sagte Mark's Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte, "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch".

Chuck's Frau sagte, "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch" sagte Marilyn.  "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann ohne mit der Wimper zu zucken: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet. Und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.

Unbekannt

Sonntag, 22. Juni 2014

Zeit und Ewigkeit

Du musst dich selber vergessen,
Dann hast du die Ewigkeit;
Du musst mit dir selber nicht messen,
Sonst bist du der Knecht der Zeit.

Sei nicht der Punkt in der Mitte,
Sonst wird vor dem Kreise dir bang;
Geh' mit gelassenem Schritte
Den Bogen des Kreises entlang.

Du siehst bei gesegnetem Wandern
Aus Enge und Erdentand
In der Mitte den großen Anderen,
Die Ewigkeit in der Hand.

Karl Berner

Freitag, 20. Juni 2014

Abschied

Erinnerungen keimten in ihr auf,
wie das Schicksal nahm seinen Lauf.
Letztes Jahr noch mit Blumen in der Hand,
morgen schon mit Tränen in einem anderem Land.

Wie gerne hätte sie ihn noch mal gesehen,
zu spät, bald schon muss sie gehen.
Eine Nacht noch die Liebe genießen,
lange Zeit werden die Tränen fließen.

Bestimmt, eines Tages in ferner Zeit,
steht das Glück für beide wieder bereit.
So ist jede Träne ein Teil vom Herzen,
jede von ihnen erlebt sie als Schmerzen.

Doch manchmal fliegt ein Lachen übers Gesicht,
nein, die Erinnerung, die verliert sie nicht.

Unbekannt

Mittwoch, 18. Juni 2014

Gedanken jagen

Gedanken nicht zu fassen,
Vertrautes verlassen,
schwebend in Zeiten,
die Illusionen leiten?

Quälende Fragen,
die sich innerlich jagen,
aus Erfahrung geboren,
sich selbst verloren?

Nachdenken so schwer,
Überlegungen hin und her,
können nicht halten
in solchen Gewalten?

Gefühle berühren,
Verlassenheit spüren,
dazu geboren,
doch alles verloren?

Vergangenes erwacht,
Zukunft erdacht,
Gegenwart planen
In ungewissen Bahnen?

Impulse schenken,
zu Ruhe lenken,
inmitten vom Jagen
und stetem Versagen?

Schritte zaghaft probieren,
gereichte Hände nicht verlieren,
Geborgenheit erhalten,
Neues gestalten?

Ein Gedanke von vielen,
die mit mir spielen,
will sich behaupten
gegen die lauten.

Ist einer der stillen,
der stärkt den Willen,
der das Herz beglückt,
der Traurigkeit entrückt.

Unbekannt



Dienstag, 17. Juni 2014

Die Aufrichtigkeit

Die Aufrichtigkeit schritt eines Tages durch die Welt und hatte eine rechte Freude über sich.
Ich bin doch eine tüchtige Person, dachte sie; ich scheide scharf zwischen gut und schlecht, mit mir gibts kein Paktieren; keine Tugend ist denkbar ohne mich.

Da begegnete ihr die Lüge in schillernden Gewändern, an der Spitze eines langen Zuges. Mit Ekel und Entrüstung wandte die Aufrichtigkeit sich ab. Die Lüge ging süßlich lächelnd weiter; die letzten ihres Gefolges aber, ein kleines, schwächliches Volk mit Kindergesichtchen schlichen demütig und schüchtern vorbei und neigten sich bis zur Erde vor der Aufrichtigkeit.

"Wer seid ihr denn?" fragte sie.
Eines nach dem anderen antwortete: "Ich bin die Lüge aus Rücksicht." - "Ich bin die Lüge aus Pietät." - "Ich bin die Lüge aus Barmherzigkeit." - "Ich bin die Lüge aus Liebe", sprach die vierte, und diese Kleinsten von uns sind: "das Schweigen aus Höflichkeit, das Schweigen aus Respekt und das Schweigen aus Mitleid."

Da errötete die Aufrichtigkeit und plötzlich kam sie sich doch etwas plump und brutal vor.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, (1830 - 1916),
österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Sonntag, 15. Juni 2014

Desiderata

Gehe deinen Weg ohne Eile und Hast
und versuche den Frieden in dir selbst zu finden.
Und wenn es dir möglich ist, versuche den anderen zu verstehen.
Sag ihm die Wahrheit ruhig und besonnen und höre ihm zu,
auch wenn er gleichgültig und unwissend ist,
denn auch er hat seine Sorgen.
Vermeide laute und aggressive Menschen,
denn sie lassen dich nicht zur Ruhe kommen.
Wenn du dich mit all den anderen vergleichst,
wirst du eitel und bitter werden,
denn es wird immer Menschen geben,
die größer oder kleiner sind als du selbst.
Sei stolz auf deinen Erfolg und denke an deine Karriere,
aber bleibe bescheiden,
denn das Schicksal kann sich jederzeit wenden.
Sei vorsichtig in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller List und Tücke,
aber lass dich trotz allem nicht von deinem Weg ablenken.
Viele Leute reden von hohen Idealen,
und überall wird Heldenmut angepriesen:
Bleibe du selber und heuchle nicht Mitgefühl.
Stehe der Liebe nicht zynisch gegenüber, denn sie ist das Einzige,
das wahr und unvergänglich ist.
Sei dankbar für jedes Jahr, das du erleben darfst,
auch wenn mit jedem Tag ein Stück deiner Jugend entschwindet.
Bereite dich auf den Augenblick vor,
in dem etwas Unvorhergesehenes in dein Leben tritt,
aber zerstöre dich selber nicht aus Angst vor der Einsamkeit.
Sei immer so, dass du vor dir selbst bestehen kannst.
Du hast ein Recht auf der Welt zu sein -
genau wie die Blume die blüht und wie ein Stern in der Nacht.
Doch auf dieser Welt lebst du nicht allein.
Hast du schon irgendwann einmal darüber nachgedacht?
Darum schließe Frieden mit Gott, wo immer er dir begegnet.
Ganz gleich, was das Leben Dir auch an Schwierigkeiten auferlegt:
die Welt ist immer noch schön.
Versuch, auf ihr zu leben und glücklich zu werden.



Max Ehmann

Samstag, 14. Juni 2014

Chatgeflüster

Der PC läuft hoch, der Bildschirm leuchtet.
Schnell noch mit Wasser die Lippen befeuchtet.
Der Chat beginnt, die Zeit beginnt zu rennen,
in mir fang ich vor Ungeduld fast an zu brennen.

Das Warten zieht sich noch ein wenig hin,
in wenigen Minuten bin ich mittendrin.
Neuer Name taucht auf, in ihr Profil geschaut.
Jetzt wird erstmal in mir "ihr" Bild aufgebaut.

Wichtige Details, die verrät sie mir nicht,
was mir sonst noch fehlt, es ist ihr Gesicht.
Chatten hin und her, Fragen über Fragen,
in kleinen Portionen beginne ich mehr zu wagen.

Das Bild kommt an und öffne die Datei,
sieht hübsch aus, lächle zufrieden dabei.
Es geht noch eine Weile hin und her,
doch irgendwann werd ich müde, kann nicht mehr.

Schnell noch das Date gebucht für den nächsten Chat,
schlaftrunken und müde falle ich ins Bett.
Träume noch ein wenig vor mich hin,
morgen Abend bin ich wieder drin....

Copyright by Brallo 6/99 - 12/99

Freitag, 13. Juni 2014

Mondlicht

Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen,
die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht.
Die Liebe will erwerben und besitzen,
die Freundschaft opfert, doch sie fordert nicht.

Emanuel Geibel


Sinn des Lebens

Ohne das Gefühl, je wirklich glücklich gewesen zu sein, zog ich mich in das stille, dunkle Leben zurück, um den Sinn zu erfahren, was der gerade bestehende Umstand meines Körpers, der sich Leben nennt, ist!

Und egal was mich von meinem Weg abbringt, ich finde immer wieder zurück, in mein dunkles Dasein! In mein eigenes kleines Reich, das ich in mir selbst aufgebaut habe. Nur wenigen gewähre ich etwas Einsicht in diese Welt, nur denen, die mich verstehen. Die anderen werden ausgesperrt.

Doch den Sinn des Lebens habe ich noch nicht gefunden, ich kann ihn nicht mal erahnen. Zuviel Schmerz erfährt man, zuviel Enttäuschung, also kann es keinen wirklich guten Grund geben. Aber eines Tages werde ich erlöst sein, von dem weltlichen Leben, das scheinbar ohne Grund ist. Dann wird das Reich was in mir ist real sein, und nicht mehr nur in meiner Phantasie bestehen.

Es gibt Momente, da scheint doch etwas Hoffnung in dieser sonst so hoffnungslosen Existenz. Und für diese Momente zahlt es sich aus, nicht aufzugeben und weiterhin auf der Erde zu wandeln.

Ist also der Grund des Lebens, immer darauf zu warten, daß sich alles einmal bessert?

Sigrid


Dienstag, 10. Juni 2014

Ein königliches Fest

Diese Geschichte spielt im alten Persien.

Es war an der Zeit, das Neujahrsfest vorzubereiten. Der König wies seine Leute an: "Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen, und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen."

Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König war nicht zufriedenzustellen. "Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Maler. Da wurde getrunken und gelacht die ganze Nacht bis zum Nachmittag des nächsten Tages. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muß es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen, denn ich, ich bin der König."

Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: "Mein König, habt Ihr je mit dem Maler gesprochen? Es muß doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in schäbiger Hütte ihre mitgebrachten Happen essen und den billigsten Wein trinken müssen."

Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran."

Und so geschah es.

"Warum lieben die Menschen so dein Neujahrsfest?" fragte der König.

Worauf der Maler: "Wir sind Freunde und brauchen einander - aber mehr brauchen wir nicht.
Deshalb sind wir reich."

Unbekannt




Sonntag, 8. Juni 2014

Unsterblich

Einen Tag ungestört in Muße zu verleben heißt,
einen Tag lang unsterblich zu sein.

Aus China

Samstag, 7. Juni 2014

Verstehen

Ein Freund
versteht deine Vergangenheit,
glaubt an deine Zukunft
und akzeptiert dich heute,
so wie du bist.

Unbekannt



Mittwoch, 4. Juni 2014

Insel der Gefühle

Es war einmal eine Insel wo alle verschiedenen Gefühle lebten.
Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die Anderen.....
auch die Freundschaft.

Eines Tages meldete man den Gefühlen, dass die Insel sinken wird. So bereiteten sie ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Freundschaft wollte bis zum letzten Moment bleiben. Als die Insel unterging, rief sie um Hilfe.

Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff. Die Freundschaft fragte ihn: "Reichtum, kannst du mir bitte helfen?" "Nein, weil ich zuviel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so hab ich keinen Platz für dich".
Die Freundschaft bat sodann den Hochmut um Hilfe, der auch in der Nähe mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr.

"Ich kann dir nicht helfen. Du bist ganz nass, du könntest mein Schiff beschmutzen".
Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Freundschaft: "Traurigkeit, lass mich mit dir gehen!"
"Oh.. Freundschaft, ich bin soo traurig, ich möchte lieber alleine bleiben".
Auch das Glück ist weiter gefahren. Es war soo glücklich, dass es die Freundschaft gar nicht bemerkte...

Und plötzlich hörte die Freundschaft eine Stimme: "Komm, komm mit! Ich nehme dich mit".
Das war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Freundschaft war so glücklich, so zufrieden, dass sie nicht nach seinem Namen gefragt hat.
Als beide auf festem Boden ankamen, ging der Alte weg. Die Freundschaft merkte, wie viel sie dem Alten schuldete und fragte das Wissen: "Wer hat mir geholfen"?

"Das war die Zeit", antwortete das Wissen.
"Die Zeit"?!?, fragte die Freundschaft, "aber warum hat die Zeit mich gerettet"?
Das Wissen lächelte weise und antwortete ihr: "Weil nur die Zeit verstehen kann, wie wichtig Freundschaft im Leben ist..."

Unbekannt

Montag, 2. Juni 2014

Jenseits der Liebe

Ein Leben ohne Freunde ist kein Leben,
wie behaglich und gesichert es auch sein mag.
Nicht irgendwer, nicht jeder kann dein Freund sein.
Es muss jemand sein, der dir so nah ist,
wie deine Haut, jemand der deinem Leben
Farbe, Dramatik, Bedeutung verleiht.
Irgendetwas jenseits der Liebe,
das dennoch Liebe mit einschließt.
Henry Miller

Ein Leben mit falschen Freunden führt irgendwann zu einem bösen Erwachen...
Hüte dich davor, einen Menschen zu schnell als Freund zu bezeichnen, nur um nach außen mit vielen Freunden zu glänzen.

Magische Reise

"Eine magische Reise zu Dir selbst"
von
Sergio Bambaren

Neue Welten zu entdecken wird Dir nicht nur Glück und Erkenntnis,
sondern auch Angst und Kummer bringen.
Wie willst Du das Glück wertschätzen,
wenn Du nicht weißt, was Kummer ist?

Wie willst Du Erkenntnis gewinnen,
wenn Du Dich Deinen Ängsten nicht stellst?
Letztlich liegt die große Herausforderung des Lebens darin,
die Grenzen in Dir selbst zu überwinden,
und so weit zu gehen,
wie Du Dir niemals hättest träumen lassen.

Mögen all Deine Träume sich erfüllen, Träumer;
Möge dir stets Glück und Erfüllung bringen.

Es kommt eine Zeit  im Leben,
da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen.
Eine Zeit, in der man die eigenen Träume
verwirklichen muss.
Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen
Überzeugungen eintreten muss.

Gerade in der größten Verzweiflung
hast Du die Chance,
Dein wahres Selbst zu finden.
Genauso wie Träume lebendig werden,
wenn Du am wenigstens damit rechnest,
wird es mit den Antworten auf jene Fragen sein,
die Du nicht lösen kannst.
Folge Deinem Instinkt wie einem Pfad der Weisheit,
und lass Hoffnung Deine Ängste vertreiben.

Die meisten von uns sind nicht in der Lage,
über ihre Misserfolge hinwegzukommen;
deshalb gelingt es uns auch nicht,
unsere Bestimmung zu erfüllen.
Es ist leicht, für etwas einzutreten,
das kein Risiko birgt.

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschiednehmen heißt.
Nicht zulassen,
dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die,
die wir lieben.




Hoffnung

Hab mir zu viel von Dir erhofft -
es war ein Traum, wie schon so oft.

Ich wollt Dir meine Seele geben -
und lag wie immer, stets daneben.
Ich kann nicht raus aus meiner Haut -
und war wie immer - viel zu laut.

Du wolltest von mir leise Töne -
wird Zeit, dass ich mich dran gewöhne.

Jetzt zieh ich mich in mich zurück -
verbrenn mich selber - Stück für Stück.

Was von mir übrig bleibt - ist Asche -
ich fülle sie in eine Flasche...
Ich werfe sie ins weite Meer -
von nun an gibt es mich nicht mehr...

Wer in die Zukunft blicken will,
muss die Gegenwart hinter sich lassen.
Er muss denken, was andere ungedacht lassen.
Und er muss die Möglichkeiten erkennen,
wo andere bequem auf das Unmögliche verweisen.
Dann werden Visionen lebendig.
Denn eine Vision ist nichts anderes,
als angewandte Phantasie ...

Wenn ich die Wahl hätte.
zwischen Sonne und dem Regen -
ich nähme den Regen,
denn dann sieht niemand meine Tränen.
Und vielleicht gibt es danach einen Regenbogen,
an dessen Ende auch ich mein Glück finde.

Ich sehe nach draußen, der Himmel verhangen
Und denke über mein Leben nach
Hab' Wolken im Herzen, denn Du bist gegangen
Ich friere, stehe hier - einsam, wach

Was ist nur geschehen, was musste passieren
Mir fallen tausende Gründe ein
Ich wollte Dir Freund sein, Dich niemals verlieren
Und immer in Deiner Nähe sein

Erst warst Du sehr freundlich, kam ich Dir gelegen
Als jemand, der Dir zur Seite steht
Konflikte zu lösen und Hebel bewegen
Ich wusste, wie's mit Dir weitergeht

Ich glaubte an Freundschaft, an "Geben und Nehmen"
und forderte auch einmal Deine Zeit
Ich wünschte Verständnis, den Rat bei Problemen
Doch traf ich nur auf kalte Eitelkeit

Bald war ich Dir lästig, nicht mehr zu ertragen
Dem Nutzen folgte der Überdruss
Du ließest mich stehen mit all meinen Fragen
Ganz plötzlich war mit der Freundschaft Schluss

So steh' ich am Fenster, denk an schöne Tage
Und weine, auch wenn ich es nicht will
Ich werd' Dich vergessen, bin jetzt in der Lage -
mehr Mut, das ist nun mein Lebensziel.



Unbekannt




Sonntag, 1. Juni 2014